Jetzt ist es hochoffiziell: Der Staat will nicht, dass Kinder aus ärmeren Familien Abitur machen und studieren können. Dafür werden Besserverdienende Eltern großzügig unterstützt...
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Sprößlinge aus Hartz-IV-Haushalten sind es offenbar doch nicht wert, Abitur zu machen. Das sogenannte Schulstarterpaket in Höhe von jährlich 100 Euro für sozial bedürftige Kinder wird es nur bis zur 10. Klasse geben.
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Das »Erwerblosen Forum Deutschland« in Bonn warf den Verantwortlichen vor, »endgültig die Weichen für ein abgehängtes Prekariat« gestellt zu haben. Den Betroffenen solle der Weg zum Abitur und zu einem Studium offensichtlich verwehrt werden«, beklagte dessen Sprecher Martin Behrsing. Er hält es außerdem für »nicht nachvollziehbar«, daß die vereinbarte Kindergelderhöhung sofort vom Regelsatz abgezogen werde. Zehn Euro bedeuteten für sozial schwache Kinder einen Schwimmbad- oder Zoobesuch, für vermögende Familien seien das »Peanuts«.
Tatsächlich bringt das Familienleistungsgesetz ausgerechnet den Besserverdienern die größten »Wohltaten«. Diese dürfen künftig 20 Prozent der Ausgaben für Putzhilfen und Kinderbetreuung als »haushaltsnahe Dienstleistungen« bis zu 20000 Euro von der Steuer absetzen. Das gilt bis zu einer Summe von 20000 Euro. Maximal 4000 Euro können so dem Zugriff des Fiskus entzogen werden. Daneben wird das Kindergeld um zehn Euro für die ersten beiden Kinder auf je 164 Euro angehoben. Für das dritte Kind gibt es 170, für jedes weitere 195 Euro monatlich. Der steuerliche Kinderfreibetrag wird zudem um 200 auf jährlich gut 6000 Euro aufgestockt, wovon allerdings nur Eltern mit einem gemeinsamen Bruttoeinkommen über 67000 Euro profitieren.
(Quelle: Junge Welt)





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