Freitag, 1. August 2008

rauchverbot - divide et impera?

So langsam keimt in mir der Verdacht, die Initiative zum Rauchverbot, so sinnvoll sie aus gesundheitlicher Sicht sein mag*, ist nur eine geschickte Anwendung von divide et impera - teile und herrsche. Jetzt zerfleischen sich einige Nichtraucher und Raucher gegenseitig, insbesondere letztere argumentieren bisweilen gegen eine "staatliche Bevormundung" und "Beschränkung der persönlichen Freiheit".

So lenkt man geschickt ab von den Schauplätzen, wo Freiheit und andere Grundrechte wirklich und eklatant beschnitten werden, auf ein anderes, besonders emotionsgeladenes, aber für die herrschenden Kräfte eher nebensächliches Thema.


P.S.: Eine sehr gute Lösungsidee habe ich übrigens inzwischen gelesen (weiß leider nicht mehr genau wo): Generelles Rauchverbot für alle, die nach 1990 geboren wurden. Diese sind nämlich nicht volljährig und dürfen es bisher sowieso nicht, und dürfen dann auch nicht mehr legal damit beginnen. Für alle anderen eingeschränktes Rauchverbot wie bisher. Damit dürfte sich langfristig das Tabakproblem "in Rauch auflösen".



*Ich erachte übrigens jedes wirtschaftliche Argument für null und nichtig. Gesundheit ist nicht verhandelbar, sondern ein Menschenrecht.

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