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Donnerstag, 21. August 2008

aussortieren und deportieren

Zitat:

Im neuen Schuljahr müssen viele Berliner Schüler nicht nur um ihre Noten oder das Erreichen eines Abschlusses bangen, sondern auch um ihren künftigen Aufenthalt in Deutschland. Hintergrund sind neue »Vorläufige Anwendungshinweise« der Berliner Ausländerbehörde (VAB), die es ermöglichen sollen, Jugendliche ohne deutschen Paß auszuweisen, wenn sie voraussichtlich keinen Schulabschluß erreichen werden und deswegen keine Chance auf einen Ausbildungsplatz hätten.

(Quelle: Junge Welt)

Wie es diesen Menschen dann, wohin auch immer sie deportiert werden, geht, interessiert den Wirtschaftsfaschismus natürlich nicht. Es muss doch jedem klar sein, wie grausam es ist, jemanden zwangsweise aus seinem gewohnten Umfeld zu reißen und irgendwohin zu schicken, seine Freunde, Schule etc. zurückzulassen und dann am Ende womöglich in noch größerer Armut zu enden, als ihnen hier gedroht hätte.

Aber das entlastet natürlich langfristig allerlei Kassen und Statistiken. Der Mensch sei ja nur etwas wert, wenn er tüchtig, arbeitsam und gefügig ist. Alle anderen werden nach Möglichkeit ausgegrenzt, abgeschoben, in Elend geschickt und alleine gelassen. Die ersten Hungertoten dank Hartz IV hatten wir ja bereits auch schon.

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