2007-08-11

tausend schritte / unwirklichkeit

Ich weiß, Du bist dort an dem fernen
Ort den ich noch nie geseh'n;
Und tausendfach will ich Dich lernen,
Mit Dir durch alle Zeiten geh'n.
So unreal umfängst Du mich,
Wenn Du meine Gedanken füllst.
Vertrautheit wird so unwirklich,
Wenn Du mich in die Wärme hüllst.
Zu lange war ich leer und kalt,
Schritt einsam durch die dunkle Nacht,
Zum Greifen nah das Schicksal bald,
Das plötzlich Dich hat mir gebracht.
Mich zwingt die Stille schwer zu bangen,
Was werden soll aus diesem Traum,
In Zweifeln bin ich oft gefangen,
Entkommen kann ich ihnen kaum.
Und oftmals wollte ich nicht glauben,
Was mir durch meinen Kopf schon ging:
Gedanken, die den Schlaf mir rauben,
Wenn ich in Deinen Worten hing.
Bin ich genug? Führt dies ans Ziel?
Wär' Dir der lange Weg zu weit?
Ist alles nur ein kleines Spiel?
Verschwende ich hier meine Zeit?
Ich warte auf den Tag der Wahrheit,
An dem sich alle Fäden finden.
Wenn dann das Hoffen wird zur Klarheit,
So will ich mich auf ewig binden.
Ich weiß doch, dieser Weg ist richtig,
Ich weiß, ich will den Fall riskieren.
Doch weißt Du, ob das für Dich wichtig,
Weißt Du, was Du nicht willst verlieren?
Mit kleinen Schritten fängt es an,
Es braucht nur Mut den Weg zu wählen,
Damit der Anfang ist getan,
Und auf der Herzen Kraft wir zählen.
Doch will ich nicht die Frage stellen
Danach, was hier mit uns geschieht;
Ich könnt' damit das Glück vergellen,
Dass unser Traum ins Nichts entflieht.
(2007)

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